KAYA KINONDO FOREST
Die neun Stämme der Mijikenda besiedeln seit Jahrhunderten mit ihren Dörfern „kaya“ die Wälder der südlichen Küstenregion Kenias. Durch soziale und religiöse Tabus wurde die empfindliche Vegetation dieser Tiefland-Wälder als „heilige“ Orte der Mijikenda geschützt, wodurch eine überdurchschnittliche Artenvielfalt in Flora und Fauna entstehen konnte.
Durch expandierenden Tourismus, höheren Landbedarf aufgrund wachsender Bevölkerungszahlen und steigenden industriellen Bedarf an natürlichen Ressourcen sind in den letzen Jahrzehnten die „Kaya Forests“ in Zahl und Größe geschrumpft. Stammesälteste wie Abda lla Boga (Kaya Diani elder’s group) haben die „Kaya Forests“ als Zeremonienplätze, Friedhöfe, Gebetsstätten und Heilpflanzengarten aufrecht erhalten und kämpfen im Zusammenschluß von mehr als 50 „Kaya Forests“ mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung um den Erhalt des kulturellen und biologischen Erbes der Mijikenda. Obwohl weltweit „heilige Wälder“ (u.a. auch in Indien) im Rahmen des Biodiversitäten-Schutzes Aufmerksamkeit durch die UN und den WWF bekommen, ist es auch unter der Leitung des National Museums of Kenya (NMK) nicht gelungen die örtlichen Probleme der Abholzung und Zerstörung einzudämmen.
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Restplätze
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